Innovation fördern auf dem Weg zur Grünen Wirtschaft

Berner Unternehmer unterstützen Grüne Wirtschaft

Der Schritt zur Grünen Wirtschaft ist aus Sicht von Berner Unternehmern nicht nur notwendig, sondern dank Innovation auch machbar. Dies beweisen Berner Unternehmen bereits heute tagtäglich. Damit das Ziel bis 2050 nachhaltig zu wirtschaften realisiert wird, unterstützen sie die Initiative Grüne Wirtschaft.

Eine Wirtschaft, die mehr als drei Mal so viele Ressourcen verbraucht, wie ihr zur Verfügung stehen, kann auf Dauer nicht funktionieren. Diese einfache ökonomische Tatsache haben Berner Unternehmerinnen und Unternehmer erkannt. Daher unterstützen sie zusammen mit einem breiten Komitee die Initiative für eine Grüne Wirtschaft. Die Schweiz hatte einst eine Vorreiterrolle in der Umweltpolitik. Längst haben uns die Nachbarländer überrundet. Bei Abfall und Elektroschrott gehört die Schweiz zu den Grossprodu­zenten. «In der Schweiz werden 50 Prozent der Abfälle rezykliert, doch San Francisco führt heute schon 80 Prozent seiner Abfälle in die Wirtschaft zurück. Noch vernünftiger wäre, die Abfallberge gar nicht erst entstehen zu lassen. Dank Innovation ist dies möglich.» so Regula Rytz, Präsidentin Grüne Schweiz. Das grün wirtschaften in Bern nicht nur Zukunftsmusik ist, sondern vielerorts gewinnbringend praktiziert wird, bewiesen an der Medienkonferenz drei Berner Unternehmer.

Das Berner Unternehmen Schwendimann AG arbeitet seit Jahren in der Recyclingbranche. Dank ihrer Zukunftsweisenden Technik und ihrem Patentierten Abfallentsorgungssystem «System Alpenluft» spart die Schwendimann AG jährlich in der Region Bern 108 000 Liter Diesel und 290 Tonnen CO2. Dazu Matthias Schwendimann, CEO Schwendimann AG : «Mit Köpfchen, Hartnäckigkeit, Durchhaltewillen und einem exzellenten Bildungswesen ist unsere Wertschöpfung genau in diesem Bereich auch in Zukunft gesichert.»

Speziell für Warmduscher

Das Prinzip der ressourceneffizienten und nachhaltigen Wirtschaft ist auch für Unternehmer wie Reto Schmid, CEO der Joulia SA mit Sitz in Biel, selbstverständlich. Dass Energieeffizienz eine kalte Dusche zur Folge hätte wiederlegen die Entwickler von Joulia-Inline, denn Energie ist gerade in der Dusche massenhaft vorhanden. Die Kunst besteht lediglich darin, die Wärme einfach ein zweites Mal zu nutzen – denn die beste kWh ist immer noch jene, die man gar nicht erst produziert. Energieeffizientes Duschen ist somit bereits heute möglich, und dies sogar ohne Komforteinbusse – dafür mit viel Raffinesse und Eleganz. „Ein bewusster Umgang mit Energie ist für uns so selbstverständlich wie die tägliche warme Dusche!“ sagte Reto Schmid an der heutigen Medienkonferenz. In seiner Firma denkt man bereits heute.

Es braucht politische Ziele

Weil es wichtig ist, dass sich die richtigen Rahmenbedingungen in der Politik durchsetzen, hat Christian Zeyer vor sieben Jahren mitgeholfen den Wirtschaftsverband swisscleantech zu gründen. Swisscleantech setzt sich für die Initiative ein, weil die Schweiz klare Ziele braucht. Es braucht politische Rahmenbedingungen, die die Nachhaltigkeit fördern. Das Ziel eines «ökologischen Fussabdrucks» von einer statt drei Erden bis ins Jahr 2050 hilft, die Ziele des Pariser Klima-Abkommen zu erreichen. Bezüglich der Massnahmen ist die Initiative offen. «Wir wollen diese in guter Eidgenössischer Manier gemeinsam und mit Augenmass definieren. Eigenverantwortung soll und kann eine wichtige Rolle spielen. Branchenlösungen, Zielvereinbarungen und Eigeninitiative lassen Raum für eine unbürokratische Umsetzung.» so Christian Zeyer, Unternehmer und Co-Geschäftsführer von swisscleantech. Weitere Berner Unternehmer wie Peter Stämpfli unterstützen die Initiative ebenfalls: «Der Zeithorizont der Initiative ermöglicht den Aufbau von Wirtschaftszweigen, die weltweit gefragt sein werden».

Die breite Unterstützung aus Wirtschaft und Gesellschaft im Kanton Bern und auch in der ganzen Schweiz zeigt die Wichtigkeit der Initiative Grüne Wirtschaft.